Inhaltsstoffe

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Wirkstoffe:

Iridoidglykoside, Harpagid, Harpagosid, Procumbid, Phytosterine, Beta-Sitosterol, Glutamin-Säure, Histidin, Kaempferol, Selenium, Sterol, Ursol-Säure

 

Die sekundären Speicherwurzeln enthalten 1-3% Iridoidglucoside, vor allem Harpagosid (ein Zimtsäureester des Harpagids) und wenig p-Cumaroyl-harpagid sowie kleine Anteile an Procumbid und Harpagid. Begleitet werden die Iridoide von Phenolglykosiden wie Acteosid und Isoacteosid. Die Droge besitzt einen ungewöhnlich hohen Anteil an wasser­löslichen Substanzen, insbesondere an Kohlenhydraten (Hauptkomponente Stachyose, ein Tetrasaccharid aus Galactose-Galactose-Glucose-Fructose), ferner Raffinose, Saccha­rose und Glucose. Weitere Bestandteile sind kleine Mengen an Flavonoiden, Triterpenen, Sterolen, Fetten und Wachsen.

 

 

 

PHARMAKOLOGIE 

  

Klinische Studien belegen einen deutlichen Nutzen bei der Behandlung von Rheuma und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Iridoidglykoside (bzw. ihre Metabolite) hem­men die Cyclooxygenase, was die leicht schmerzstillende und entzündungs­hemmende Aktivität erklärt. Der bittere Geschmack (möglicherweise auch der Nutzen für die Be­hand­lung von Verdauungsstörungen) beruht auf dem Gehalt an Iridoidglykosiden.

 

Anwendung:

Die Teufelskralle wird vor allem in Form eines Extraktes als Antirheumatikum bzw. zur unterstützenden Behandlung bei Beschwerden des „rheumatischen Formenkreises” angewendet. Über die analgetischen, antiphlogistischen und antiarthritischen Wirkungen liegen bereits seit längerer Zeit Berichte vor, die durch neuere Untersuchungen bestätigt wurden. Harpagosid sowie Extrakte der Droge hemmen die Biosynthese der Cysteinyl-Leukotriene und der Abbauprodukte von Thromboxanen im menschlichen Blut, das durch Jonophore A-23187 stimuliert war. Die therapeutische Relevanz dieser Resultate wird deutlich, da bekanntlich Prostaglandine und Leukotriene bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eine wichtige Rolle spielen. Gute therapeutische Resultate konnten mit Extrakten der Droge bei degenerativen Erkrankungen der Skelettmuskulatur bzw. des Bewegungsapparates erzielt werden sowie bei starken Rückenschmerzen (placebokontrollierte Doppelblindstudien. Inzwischen liegen auch Untersuchungen zum Metabolismus von Harpagosid und anderen Iridoiden durch Darmbakterien vor. Schließlich wird die Droge auf Grund der Bitterwirkung der enthaltenen Iridoide auch bei Appetitlosigkeit sowie dyspeptischen Beschwerden angewandt. In der südafrikanischen Volksmedizin wird die Droge bei Verdauungsstörungen als bitteres Tonikum, bei Bluterkrankungen, als Fiebermittel, als Schmerzmittel und bei Schwangerschaftsbeschwerden genutzt. In Europa lauten die volksmedizinischen Indikationen: Stoffwechselkrankheiten, Arthritis, Leber-, Gallen-, Nieren-, Blasenleiden, Allergien und allgemeine Alterserscheinungen. Die immer wieder erwähnte Verwendung als Antidiabetikum ist nicht berechtigt. Für Diabetiker gibt es den Zaubertrank anstatt mit Honig, auch mit Stevia. Bitte angeben!!!

 

Homöopathie:

Harpagophytum procumbens- Teufelskralle, die vor dem Trocknen zerkleinerten, dicken, seitlichen Speicherwurzeln.

 

 

 

Anwendungsgebiete:

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (Rheuma) sowie der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

bei Arthrose und allen Entzündungen, oder entzündlichen Prozessen.